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Anhand der Info Grafik, die uns freundlicherweise von peta2.de überlassen wurde, kann man sehr gut die explosionsartige Vermehrung von unkastrierten Katzen sehen. 

Lassen Sie es bitte nicht soweit kommen, machen Sie mit und lassen Sie bitte Ihr Tier kastrieren! Wir, die Tierheime und die Katzen selbst danken es Ihnen!

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Kastration ist Tierschutz !

Die Vorteile betreffen Katzen sowie Kater:

  • kein Nachwuchs
  • eine deutlich längere, durchschnittliche Lebenserwartung bei besserer Gesundheit
  • bei Katern weniger Verletzungen (und Folgeinfektionen) durch Kämpfe mit anderen Katern und durch Bisse bei der Paarung
  • das Harnmarkieren des Reviers und der Wohnung bleibt aus oder kann wieder abgestellt werden (bei Katern aber auch bei Katzen)
  • Katzen/Kater werden häuslicher und anhänglicher und streunen weniger = geringere Unfallgefahr
  • geringeres Risiko der Ansteckung mit gefährlichen Krankheiten durch weniger engen Kontakt mit fremden Katzen
  • bei Katzen deutlich geringeres Risiko für Gebärmutterentzündungen und Milchdrüsentumore
  • bessere Lebensqualität, denn stressiges Verhalten wie Rolligkeit und Revierkämpfe bleiben den Katzen und Katern erspart

 

Kastrieren ist aktiver Tierschutz: weniger Nachkommen = weniger Katzenelend

 Nimmt man den Katzen/Katern damit ein Vergnügen?

Das Sexualverhalten von Katzen/Katern ist ausschließlich auf eine erfolgreiche Fortpflanzung ausgerichtet. Das Wohlergehen des einzelnen Individuums spielt dabei keine Rolle. Menschliche Werte wir Lust, Vergnügen, Liebe, Beziehung, Familienleben dürfen auf Katzen nicht übertragen werden. Geschlechtstypische Verhaltensweisen sind hormonell gesteuerte Triebe und, im Einzelnen betrachtet, wenig angenehme Ereignisse im Leben von Katern und Katzen. Sogar das Aufziehen von Jungen ist für Katzen von Natur aus eine sehr anstrengende, kräftezehrende und stressige Zeit.

Informationen zu weiteren Bedenken und Vorurteilen finden Sie  beim Bund der Katzenfreunde

Der Wunsch, die eigene Katze einmal Junge kriegen zu lassen, ist ja im Grunde verständlich. Es ist ja so goldig und macht Spaß, die Kätzchen aufwachsen zu sehen. Eventuell hat man ja auch schon Freunde und Bekannte, die ein Kätzchen nehmen würden. Stopp! Bitte!
Es gibt jedes Jahr schon viel mehr Kätzchen als genug! Fast durchgehend von Mai bis Dezember werden per Kleinanzeigen Kätzchen verschenkt – auch bei uns in der Region Penzberg. Jedes absichtlich „produzierte“ Kätzchen nimmt einem Notfall den Platz weg.

Es gibt schon viel zu viele Katzen, die sich unkontrolliert vermehren. „Liebhaber“-Nachzucht wird nicht gebraucht!
Viele, die zunächst Interesse an einem Kätzchen bekunden, springen dann doch ab, wegen Allergie, zu wenig Zeit, fehlender Betreuung im Urlaub usw.

Wer Katzenbabies bei sich haben und aufziehen will, kann sich bei den Tierheimen der Umgebung oder auch bei uns melden. Es gibt immer mal wieder hochträchtige Katzen, Katzenfamilien oder Kätzchen, die Hilfe und einen Pflegeplatz brauchen.

Was ist was: Kastrieren – Sterilisieren?

Beim Kastrieren werden die Keimdrüsen (Hoden bei Katern, Eierstöcke bei Kätzinnen) entfernt. Die Katzen können keine Nachkommen mehr zeugen und zeigen kein Geschlechtstrieb gesteuertes Verhalten mehr. Kastrieren ist für Katzen und Kater die gängige Praxis.

Beim Sterilisieren werden bei Katern die Samenleiter, bei Kätzinnen die Eileiter nur durchtrennt. Die Katzen sind danach zwar unfruchtbar, geschlechtstypische Triebe wie Kämpfen, Markieren, Rolligkeit bleiben aber erhalten. Sterilisieren spielt in der Praxis keine Rolle und wird nur selten angewendet.

Infos zur Kastration

Die Kastration der Katzen ist tägliche Routine der Tierärzte. Die Katzen sind oft schon am Tag nach der Operation wieder fit und spielen und fressen als wäre nichts gewesen. Auch Kater stecken den Routineeingriff im Normalfall ganz schnell weg. Die Wunde ist so klein, dass sie nicht genäht werden muss.

Wichtig: Katzen/Kater beim Kastrieren gleich auch tätowieren bzw. chippen lassen!

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

  • Katzen und Kater sollen vor dem Eintritt der Geschlechtsreife kastriert werden
  • Katzen mit ca. 5-7 Monaten
  • Kater mit ca.6-9 Monaten

 

Es ist allerdings nie zu spät. Auch erwachsene und ältere Tiere können selbstverständlich noch kastriert werden, im Notfall auch während einer bestehenden Trächtigkeit.

Frühkastrationen, d.h. schon ab der 7. Lebenswoche sind in Deutschland noch nicht üblich, setzen sich aber immer mehr durch. Mehr dazu hier:
Katzennothilfe
Cat-Care

 

Kastration von Katzen – der Tierschutzverein Penzberg e.V. kümmert sich

  • In besonderen Fällen helfen wir nicht nur mit Rat sondern auch mit Tat
  • Sie kümmern sich um freilebende, scheue Katzen, die niemandem gehören?
  • Sie wollen der weiteren Katzenvermehrung auf Ihrem Hof/Grundstück ein Ende setzen, fürchten aber Aufwand und Kosten?
  • Sie würden eine aktuelle Notfall-Katze aufnehmen, insofern sie kastriert und medizinisch versorgt wurde?

 

Bitte rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-mail. Wir werden gemeinsam eine Lösung finden. Diese Hilfe bieten wir für Bürgerinnen/Bürger aus unserem Zuständigkeitsbereich an

(Stadtgebiet Penzberg und die umliegenden Gemeinden des Landkreises Weilheim/Schongau)

 

Bitte lassen Sie ihre Katzen kastrieren

Das neue Jahr hat begonnen und damit auch wieder die Zeit, in der unkastrierte Kater und Katzen draußen auf Freiersfüßen unterwegs sind. Dies führt natürlich unweigerlich zu neuen Kätzchen, die zwar zunächst ja so goldig, aber meist dann doch nicht wirklich erwünscht sind. Die Tierheime sind voll von ihnen, leider immer mehr, als vermittelt werden können. Viele Kätzchen werden auch gut versteckt geboren und haben dann verwildert nur eine leidvolle und oft sehr kurze Lebenszeit.

Daher bitten wir Sie:

lassen Sie Ihre Tiere unbedingt baldmöglichst kastrieren. Noch vor dem Beginn der nächsten Rolligkeit!

Kastration ist aktiver der Tierschutz, denn damit bleibt den Katzen großes Leid und den Menschen viele Sorgen und Kosten erspart. Die einmalig anfallenden Kosten sind überschaubar und sollten von jedem verantwortungsbewusstem Tierhalter eingeplant werden. Bitte helfen auch Sie mit gegen die fortwährende Kätzchen Flut – lassen Sie Ihre Schützlinge kastrieren.

Verhindern Sie damit Tierleid!

Falls Sie aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage sind, die Kastration zu ermöglichen, wenden Sie sich bitte an uns. Wir finden gemeinsam eine Lösung dafür und helfen Ihnen dabei.

Ihr Team vom Tierschutzverein Penzberg 
 

Katzenschutzverordnung – Kampf dem Katzenelend

Katzen sollten sich nicht unkontrolliert vermehren
Die Verpflichtung zur Kastration von Katzen ist überfällig!

Durch die unkontrollierte Vermehrung von Katzen gibt es in Deutschland viel mehr Tiere, als jemals verantwortungsvoll betreut und vermittelt werden könnten. Die Überzahl und die daraus resultierende Verwahrlosung führt für viele Katzen zu Elend, Hunger und frühem Tod, für die Gemeinden, Tierheime und Tierschutzvereine zu explodierenden Kosten und überlasteten Kapazitäten.
Katzen werden bedenkenlos ausgesetzt, unversorgt sich selbst überlassen oder sogar getötet und misshandelt – denn sie sind wertlos – es gibt ja so viele.
Eine gesetzliche Verpflichtung freilaufende Katzen zu kastrieren und zu kennzeichnen wäre eine durchgreifende Möglichkeit, die Lage nachhaltig zu verbessern.

Die Interessengemeinschaft Mensch und Tier e.V. hat diesbezügliche eine Eingabe beim Petitionsausschuss des Bay. Landtages eingereicht. Begründet wird die Aktion damit, dass die wachsende Anzahl überwiegend verwilderter und unversorgter Katzen sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen große Probleme bereite. Abhilfe schaffen könnten „Katzenschutzverordnungen“, in denen insbesondere eine Pflicht zur Kastration freilaufender Katzen geregelt werden könnte.

Im September 2010 befragt die Regierung von Oberbayern alle bayerischen Gemeinden dazu nach einer Stellungnahme.

Wir vom Penzberger Tierschutzverein meinen dazu:

Das Problem beginnt mit gut betreuten Familien-Katzen, die „nur einmal Junge bekommen sollen, weil die ja so nett sind“ und endet mit dem Elend sich unkontrolliert vermehrender scheuer Katzen, die durch Hunger, Seuchen und Inzucht im Schnitt gerade mal 2 Jahre alt werden.
Auch bei uns in Penzberg und im Umland finden sich solche Probleme in unterschiedlichem Ausmaß. Xaverl war winzig, gerade mal 4-5 Wochen alt, als er nass, unterkühlt und todkrank bei uns abgegeben wurde, erzählt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Penzberg. In der Tierklinik kämpfte man tagelang um sein Leben, da er kaum atmen und daher auch nicht fressen konnte. Er hat es geschafft, trug allerdings gesundheitliche Schäden davon und wird lebenslang Medikamente brauchen. In einem anderen Fall beobachteten Tierschutzmitarbeiter eine scheue Mutterkatze mit 2 halbwüchsigen Katzen. Die beiden Jungen waren nur noch Haut und Knochen und so schwach, dass sie beim Gehen torkelten und sich gegen ihre Mutter lehnen mussten. Durch vereiterte Augen halbblind und nur mühsam atmend, werden die Beiden wohl nie in ihrem Leben eine Maus fangen und verenden, sobald die Mutter sie nicht mehr säugen kann. Diese Katzenfamilie ist Teil einer großen Katzenpopulation mit über 30 Mietzen auf einem abgelegenen Gehöft und ein Beispiel für viele grausame Schicksale, die sich dort vermutlich abspielen. Mit „Natur“ und „Auslese“ wie viele unbedarft argumentieren, haben solche Tragödien nichts zu tun. Katzen sind nun einmal in unseren Breitegraden Haustiere und können bei uns ohne menschliche Betreuung nicht überleben.

Wer von Mai bis Dezember die Zeitungen aufschlägt, findet deutliche Anzeichen für das Elend der Katzen, indem er einfach nur die Kleinanzeigen „Kätzchen zu verschenken“ liest – und das sind noch die glücklichen Schicksale. Aus glaubhaften Berichten wissen die Verantwortlichen des Penzberger Tierschutzvereins, dass, entgegen dem Tierschutzgesetz, Katzenbabies immer noch grausam getötet werden, sei es durch Ertränken, an die Wand werfen oder Überfahren mit dem Traktor, um nur einige der Methoden aufzuzählen.

Jeder verantwortungsbewusste Katzenbesitzer ist ebenfalls betroffen, denn die unkontrollierten Katzenpopulationen sind durchseucht von Parasiten und von Krankheiten wie Leukose und FIP, die durch Ansteckung auch gut betreute Schmusekatzen bedrohen, aufwendige und teure Blutanalysen sowie Impfungen notwendig machen. Tierliebe Menschen, die in der Nähe von Höfen wohnen, wo nicht kastriert wird, sehen sich hilflos einem Fass ohne Boden gegenüber, denn das Füttern und Kastrieren auf eigene Kosten ist dann doch zu teuer und leider kommen immer wieder neue Katzen dazu.

Betroffen von der Überzahl und dem Elend sind aber nicht nur die Katzen selbst. Gemeinden, die ja per Gesetzt die Versorgung von Fund- und ausgesetzten Katzen und deren Nachkommen übernehmen müssen, sind finanziell und kräftemäßig zunehmend überfordert. Noch drängender ist das Problem bei den Tierheimen und Tierschutzvereinen die direkt mit der Versorgung der Tiere befasst sind. Sie stehen mit der Verkettung von unbedachtem Nachwuchs, Aussetzung oder Abwanderung und den Folgen, nämlich Hunger, Verwahrlosung, Krankheit, Inzucht und noch mehr Nachwuchs, vor schier unlösbaren Problemen.

Abhilfe ist nur durch eine gesetzliche Verpflichtung zur Kastration und Markierung freilaufender Katzen zu schaffen, wie sie in dem Entwurf einer „Katzenschutzverordnung“ vorgeschlagen wird. Beim Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages wurde diesbezüglich eine Eingabe eingereicht. Bayernweit wurden aktuell die Gemeinden dazu befragt. Beim Deutschen Tierschutzbund gibt es eine laufende Unterschriftenaktion, die auch vom TSV Penzberg nach Kräften unterstützt wird. Die Listen liegen u.a. beim Fressnapf, in der Trachtenstube Inge und bei den Tierärzten aus. Der Tierschutzverein bittet alle Menschen eindringlich, den Katzen, Kommunen und Tierschutzorganisationen zu helfen und diese Aktion zumindest mit einer Unterschrift zu unterstützen.

Die Erfahrung der letzten Jahre und Jahrzehnte zeigt, dass die Kastration von Katzen auf freiwilliger Basis nicht funktioniert. Viele Menschen gehen zwar verantwortungsvoll mit ihren Tieren um, aber die, die es nicht tun erzeugen große Probleme für alle. Auch grassieren um das Thema Kastration immer noch viele unbegründete Bedenken, unhaltbare Vorurteile und schlichte Unwissenheit, so dass viel zu viele unkastrierte Tiere draußen unterwegs sind.

Falls sie Fragen, Zweifel oder Bedenken zum Thema Kastration bei Katzen an sich haben, finden Sie hier Informationen

Im Penzberger Merkur (Im Journal der Ausgabe v. 25./26.09) wurde dieser Artikel zu dem Thema veröffentlicht:
wildes Leben, früher Tod: merkur_katzenelend_2010

Den genauen Wortlaut des Entwurfs einer Katzenschutzverordnung finden Sie hier:
Katzenschutzverordnung_Entwurf

Die Infos und die Unterschriftenliste des Deutschen Tierschutzbundes finden Sie hier: http://www.tierschutzbund.de/katzenschutz

Die Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung hat zu dem Thema eine eigene Homepage gestaltet: http://www.katzenschutzverordnung.de.vu/