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Tierrechte im Grundgesetz

Zehn Jahre nach Aufnahme des Staatsziels Tierschutz in das Grundgesetz hat sich für die Tiere bisher wenig geändert. Mit unserem Kampagnenmotiv „Das deutsche Gesetz ist grausam“ kämpften wir im April 2012 vor dem Bundestag für ein neues Tierschutzgesetz, das seinem Namen auch gerecht wird.

Mehr dazu erfahren Sie hier:
http://www.tierschutzbund.de/tierschutzgesetz.html

Textquelle: Deutscher Tierschutzbund

Tierfallen-Information

Der Einsatz von Tierfallen in Wohngebieten ist für Privatleute grundsätzlich verboten

Trotz verzweifelter Suche blieb der geliebte Kater einer Penzberger Familie tagelang wie vom Erdboden verschluckt. Die unglücklichen Besitzer gaben aber nicht auf und eine erneute Suche am fünften Tag hatte endlich Erfolg: Sie fanden Ihr Katerchen in der Nachbarschaft. Es saß buchstäblich in der Falle. Fünf lange Tage, ohne Wasser, ohne Futter, draussen in der Kälte. Was wäre gewesen, hätte der Besitzer sein Tier nicht selbst entdeckt? Glücklicherweise war das halb verdurstete Tier noch am Leben und erholte sich rasch von den Strapazen.

Dieser Fall ist kein Einzelfall, darum klärt der Tierschutzverein auf:

Laut Auskunft der Unteren Jagdbehörde des Landratsamts Weilheim ist der Einsatz von Tierfallen für den Lebendfang in Wohngebieten (befriedete Bezirke) für Privatleute grundsätzlich unzulässig. Lediglich den Jagdausübungsberechtigten ist es erlaubt Fallen aufzustellen. Um ausnahmsweise Fallen aufstellen zu dürfen, ist ein Sachkundenachweis (Fallenlehrgang) und die Zustimmung der Jagdbehörde erforderlich. Fängisch gestellte Fallen müssen täglich einmal am Morgen kontrolliert werden

Falls ein Wildtier wie Marder oder Fuchs in die Falle gegangen ist, hat allein der Jagdausübungsberechtigte das Recht, das gefangene Tier zu töten oder umzusiedeln. Wer unerlaubt Fallen aufstellt begeht eine Ordnungswidrigkeit die mit empflindlichen Geldbußen geahndet werden kann. Neben dem Verstoß gegen jagdrechtliche Bestimmungen wurde in o.g. Fall durch die fehlende Kontrolle der Falle auch noch gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.

Bei Problemen mit Wildtieren wie Mardern oder Füchsen ist zunächst Verbindung mit dem zuständigen Revierinhaber aufzunehmen, den man im Landratsamt Weilheim Schongau/Untere Jadgbehörde (Tel. 0881-681-1222) erfragen kann.

Januar 2010

Katzenfänger in Penzberg ?

Presse_Katzenfänger

Klarstellung zum Bericht im Gelben Blatt betreffend Jahreshauptversammlung

Tierschutzverein Penzberg zieht Bilanz: Gedankenlosigkeit erschwert oft die Suche nach vermissten Hunden und Katzen

Die Mär vom Katzenfänger zerstreut

Nach dem Erscheinen des Berichtes über die Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereines-Penzberg in der Penzberger Rundschau vom 18.07.2007 und wohl auch als Reaktion auf unseren Leserbrief vom 30.05.07 in der Penzberger Rundschau wird der Tierschutzverein-Penzberg wiederholt wegen seiner offensichtlich missverstandenen Meinungsäusserung zum Thema Katzenfänger angegriffen.

Um es noch einmal ganz deutlich und unmissverständlich zu sagen: wir leugnen nicht, dass möglicherweise Katzenfänger für das Verschwinden von Katzen verantwortlich sind, nur liegen uns aus dem Penzberger Raum keine Verdachtsmomente oder Hinweise, geschweige denn definitive Beweise dafür vor.

Wir machen noch einmal darauf aufmerksam, dass es viele Möglichkeiten des spurlosen Verschwindens von Katzen gibt:

1. Sie können durch Autos oder landwirtschaftliche Maschinen getötet oder so schwer verletzt werden, dass sie sich irgendwo unauffindbar verkriechen und    sterben.
2.Häufig werden Katzen in Garagen, Gartenhäuschen, Schuppen oder Kellern unabsichtlich eingesperrt (weil sie neugierig sind oder sich aus Angst dort verstecken wollen), wo sie dann verhungern oder verdursten.
3. Jäger können Tiere erschießen, welche mehr als 300 meter von einem Wohngebiet angetroffen werden.
4.Katzen werden mitunter vergiftet (Rattengift oder Schädlingsbekämpfungsmittel in manchen Gärten).
5.Kranke oder altersschwache Katzen verenden irgendwo.
6. Vermisste Katzen werden von Leuten gefüttert und behalten, ohne dass wir davon Kenntnis haben oder bekommen.
7.Katzen können kilometerweit von ihrem „Heimatort“ entfernt weglaufen oder mit Autos mitfahren (sie verstecken sich im Auto).
8.Füchse und Hunde können Katzen attackieren und töten.

Alle diese Fälle (und das sind nur einige davon) sind bei uns hier im Raum Penzberg vorgekommen und sollen nur zeigen, dass beim Verschwinden von Katzen nicht automatisch Katzenfänger wermutet werden müssen.

Von den im letzten Jahr bei uns als vermisst gemeldeten Katzen gelten nur einige wenige als spurlos verschwunden, was aber nicht zwingend zu Lasten von Katzenfängern gehen muss. Alle anderen Tiere kamen wieder nach Hause zurück oder wurden tot aufgefunden.

Wir haben die Katzenhalter aufgefordert bei uns, bei einem begründeten Verdacht oder ungewöhnlichen Beobachtungen, Mitteilung zu machen, damit wir diesen Hinweisen nachgehen können. Bisher gab es solche Hinweise aus der hiesigen Bevölkerung nicht.