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Infoflyer Katzen auf dem Bauernhof

Wir haben für Sie einen sehr informativen Flyer erstellt. Es handelt sich dabei speziell um Katzen auf dem Bauernhof oder in der Landwirtschaft.

Flyer Bauernhof

 

Nachvollziehbarkeit von Daunenfedern

Zur besseren Nachvollziehbarkeit, woher die Daunen auch in Wintermänteln und Jacken herkommen, hat sich Erfreuliches getan. Es gibt mittlerweile einige Firmen, die transparent die Nachvollziehbarkeit ihrer Daunenprodukte offen legen. Das ist sehr zu begrüssen!
Bitte sehen Sie sich die unten angegeben Seite an, sie ist sehr informativ!

http://down.four-paws.org/

Schutzgebühr – Warum und wozu

Sie fragen sich, warum Tierschutzvereine, Tierheime und verantwortungsvolle Tierbesitzer für die Abgabe eines Tieres eine Schutzgebühr verlangen? Dabei werden doch über Kleinanzeigen Tiere oft einfach verschenkt, wie z.B. Katzenbabies. Sie fragen sich daher vielleicht auch, wer oder was da wie geschützt werden soll? Das Wort Schutzgebühr enthält aber auch nur einen Teil der Begründung.

Wir erheben für die Vermittlung von Tieren eine Schutzgebühr aus folgenden Gründen:

  1. wir wollen verhindern, daß Leute auch nur auf die Idee kommen, sie könnten mit Abgabetieren auf irgendeine Weise handeln und damit Profit erzielen.
  2. Wir wollen sicherstellen, dass die neuen Tierbesitzer finanziell überhaupt in der Lage sind, ein Tier zu halten. Wer sich die Schutzgebühr nicht leisten kann, wird auch bei den nächsten Tierarztrechnungen in Schwierigkeiten kommen.
  3. Wir glauben, daß manchen Menschen Dinge, die nichts kosten, auch nichts wert sind – nach dem Motto: sollte ich mit diesem Tier Probleme haben, hole ich mir halt ein Neues, kostet ja nichts.
  4. Die Schutzgebühr soll die zu spontane und unüberlegte Aufnahme eines Tieres verhindern.
  5. Unser wichtigstes Argument ist jedoch: Wir geben in der Regel nur gesunde, parasitenfreie, geimpfte und markierte Tiere ab.

Ältere Tiere sind fast immer auch kastriert. Die erheblichen Kosten für diese Leistungen trägt zunächst der Tierschutzverein. Nur die Schutzgebühr macht es möglich, daß wir auch dem nächsten Tier wieder helfen können. Dabei deckt die Schutzgebühr oft nur einen Teil der tatsächlich angefallenen Kosten.

Sollte Ihnen die Schutzgebühr im ersten Moment hoch erscheinen, informieren Sie sich bitte genau über die Leistungen, die bereits für Ihr Wunschtier erbracht wurden und was diese kosten. Behalten Sie bitte auch im Auge, daß die Tierarztkosten z.B. für ein geschenktes Bauernkätzchen mit Würmern, Flöhen, ungeimpft und oft krank, unsere Schutzgebühr im Nu um ein mehrfaches übersteigen kann. Dabei ist dann die Zeit für Pflege, Fahrten zum Tierarzt und die Sorgen um das Tier noch nicht mit eingerechnet.

Wir legen übrigens die Schutzgebühr individuell für jedes Tier fest. Dabei wird berücksichtigt, welche Tierarztleistungen bereits erbracht wurden, aber auch die finanziellen Möglichkeiten des Abnehmers. Erklärt sich jemand bereit, ein Sorgenkind, also ein schwer vermittelbares, weil älteres, behindertes oder chronisch krankes Tier aufzunehmen, verzichten wir andererseits auch auf die Schutzgebühr. Im Gegenteil, bei Bedarf wird so jemand bei den anfallenden Tierarztkosten sogar noch unterstützt.

Katzen Chip – Klappe

Mikrochip gesteuerte Katzenklappe lässt nur noch ihre Katze durch

Fremde Katzen kommen zu ihnen ins Haus? Fressen das Futter ihrer Katzen, kämpfen mit Ihrer Katze, markieren in ihrer Wohnung? Diese Probleme kriegt man mit einer neuen Katzenklappe endlich in den Griff.
Voraussetzung: ihre Katzen müssen gechippt sein.

Eine Tierschutz-Mitarbeiterin hat die neue Klappe ausprobiert und berichtet:

Das Neue an der Klappe ist, dass sie den Mikrochip gechippter Katzen lesen kann und nur einprogrammierte Katzen durchlässt (die Klappe erkennt bis zu 32 Katzen). Für fremde Katzen bleibt die Klappe zu. Die Katzen brauchen kein Halsband und keine Magnetanhänger, sie müssen nur gechippt sein.

Die neue Katzenklappe passte bei mir genau in den Ausschnitt für die alte, normale Katzenklappe, die ich zuvor hatte. Sie ist nicht ganz so flach, hat aber sonst die Maße einer ganz normalen Katzenklappe. Der Einbau war kein Problem.

Das Einprogrammieren der eigenen Katzen ist einfach. Per Knopfdruck stellt man die Klappe „scharf“, die nächste gechippte Katze die dann durchgeht, ist einprogrammiert.

Die Klappe kontrolliert nur den Zugang. Der Ausgang wird nicht kontrolliert, d.h. nur bestimmte Katzen können rein, aber alle Katzen können raus. Inaktiviert man die Kontrolle, funktioniert die Klappe wie eine ganz normale, mechanische 4-Wege Klappe. Beide Funktionen können auch kombiniert werden.

Die Klappe macht einen deutliches Klick-Geräusch, wenn sie einer Katze den Weg freigibt. Meine 4 Katzen brauchten unterschiedlich lang, bevor sie vor dem Geräusch keine Angst mehr hatten.

Weitere Nutzungsmöglichkeit:
Bei mir waren fremde Katzen kein Problem. Ich wollte kontrollieren, welche meiner 4 Katzen nach draußen durften und welche nicht. Ich hatte damals ein Katzenkind und drei erwachsene Katzen. Die erwachsenen Katzen hatten durch die Klappe unbegrenzten Freigang, das kleine Kätzchen nur unter meiner Aufsicht. Dazu musste die Klappe „verkehrt“ herum eingebaut werden, dh. die Seite, die als kontrollierter Eingang gedacht ist, wurde zum kontrollierten Ausgang. Diese Funktion ist sicher auch nützlich wenn einzelne Katzen wg. Verletzung, Krankheit etc. nicht nach draußen sollen.

Die Katzenklappe funktioniert mit Batterien und braucht keinen Stromanschluss. Die Handhabung/Programmierung ist einfach und die Klappe hat (zunächst) zuverlässig funktioniert. Die Katzen haben die Klappe nach der Eingewöhnung gut angenommen. Wegen einer Lichtschranke, muss der Durchgang sauber gehalten werden. Nach einigen Monaten trat bei meiner Klappe eine Funktionsstörung auf. Die Klappe wurde anstandslos ausgetauscht. Die neue Klappe wurde noch nicht getestet, da das Katzenkind mittlerweile groß ist und ebenfalls freien Ausgang hat.

Insgesamt kann ich die Klappe als nützliche und praktische Lösung empfehlen.

Die Katzenklappe „SureFlap Mikrochip Katzenklappe“ kann man bei www.zooplus.de bestellen. Sie kostet ca. 100,- Euro. Dort findet man auch weitere Kundenbewertungen

Das Katzengehege – Die Alternative zum Freigang

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Das Katzenparadies – Katzengehege für Freigänger

Reine Wohnungskatzen leben in einer sehr reizarmen Umgebung und müssen auf vieles verzichten. „Freigänger“ dagegen, also Katzen, die nach draußen dürfen, erleben viel, sind aber auch zahlreichen Risiken ausgesetzt. Neben der Gefahr, überfahren zu werden, drohen noch vielerlei andere, wie Vergiftung, Ertrinken, Angriffe durch Hunde – da reichen oft selbst die sprichwörtlichen neun Leben einer Katze nicht.

Ob die Wohngegend nun ungeeignet ist oder der Besitzer einfach nicht täglich zittern möchte, ob sein geliebter Kuscheltiger wieder heil nach Hause kommt – ein Katzengehege im Garten oder auf dem Balkon bietet einen optimalen Kompromiss.

Wie so ein Katzenparadies aussehen kann, stellen wir am Beispiel des Geheges unserer zweiten Vorsitzenden Frau Karin Ratzek-Endreß vor.
Das große Gehege (Fläche 4 x 7 m, Höhe 3m ), eine Konstruktion aus Holzbalken und Volièrengitter, ist direkt am Haus angebaut und zur Hälfte überdacht. Ausgestattet ist es mit verschiedenen Schlafplätzen, Kratzbäumen, Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Hier können die acht Katzen in Sicherheit ein Sonnenbad nehmen, Vögel beobachten, Wind, Regen und Schnee erleben und miteinander toben und spielen. Sogar die eine oder andere Maus soll dort schon erbeutet worden sein. Ob sie drin oder draussen sein wollen, entscheiden die Miezen selbst, denn zum Wohnhaus besteht freier Zugang durch eine Katzenklappe.

Etwas handwerkliches Geschick gehört schon dazu so eine Gehege selbst zu bauen, dafür sind aber die Kosten überschaubar. Doch auch die bescheidenere Variante, nämlich ein vernetzter Balkon, steigert die Lebensqualität von Wohnungskatzen merklich. Mit einem speziellen Katzenschutznetz (erhältlich im Zoofachmark oder aus dem Internet) ist eine Frischluftoase schnell verwirklicht. Es gibt sogar transparente Netze zu kaufen, die so gut wie unsichtbar sind. Mit einem Kratzbaum, einem alter Stuhl in der Ecke, irgendwo ein Topf mit Katzengras, die Ideen kommen dann wie von selbst und Ihr Stubentiger wird sich schnell wohlfühlen.

Tipps und weitere Informationen zum Nachbau eines Geheges oder Vernetzen eines Balkons erhalten Sie bei
Frau Ratzek-Endreß unter Tel: 08856-9109965
oder karin.ratzek-endress@tierschutzverein-penzberg.de

 

Die größten Gefahren für Stubentiger

Draußen wie auch in den eigenen vier Wänden lauern viele Gefahren für unsere Katzen. So kann besonders jungen und unerfahrenen Stubentigern ihre Neugier zum Verhängnis werden. Aber auch bei älteren Tieren ist immer noch Vorsicht im Haushalt geboten.

Ungesicherte Fenster und offene Türen
Ungesicherte Fenster können sogar zu tödlich verlaufenden Unfällen führen. Möchte die Katze durch das gekippte Fenster nach draußen gelangen, bleibt sie eventuell im Fensterspalt stecken. Möchte sie sich dann mit ruckartigen Bewegungen befreien, rutsch sie immer tiefer. Die dabei entstehenden Verletzungen können sogar zum Tod führen. Deshalb empfehlen wir, Kippfenster entsprechend zu sichern. Achten Sie auch bei komplett geöffneten Fenstern und Balkonen auf Katzenschutz. Ein Katzennetz oder engmaschiges Gitter lässt sich mit relativ wenig Aufwand anbringen. Denn schon ein vorbeifliegender Schmetterling kann Anlass genug für einen unüberlegten Sprung nach draußen sein.

Türen stellen gleich zwei Gefahren dar: Verfügt die Katze über so viel Geschick, dass sie mithilfe eines beherzten Sprunges Türklinken herunterziehen kann, steht der Weg nach draußen offen. Hier kann es hilfreich sein, die Klinken festzustellen. Aber auch aufgrund von Zugluft zuknallende Türen sind für Katzen gefährlich: Sitzt Mieze im Türrahmen, können Pfoten oder Schwanz leicht eingeklemmt werden.

Waschmaschine und Wäschetrockner
Ein großer, kuscheliger Haufen Wäsche ist aus Katzensicht oftmals der ideale Schlafplatz, auch wenn er sich bereits in der Waschmaschine oder im Trockner befindet. Nicht immer sieht man auf den ersten Blick, dass es sich Mieze in der Wäschetrommel zwischen Pullovern und Strumpfhosen bequem gemacht hat. Deshalb achten sie vor jedem Tastendruck darauf, dass die Trommel wirklich nur Ihre Wäsche beinhaltet.

Heiße Herdplatten
Eine weitere Gefahrenquelle ist die heiße Herdplatte in der Küche. Zum einen strahlt sie von weitem Wärme aus und zieht so manche wärmeliebende Katze magisch an. Zum anderen kann ein Sprung auf den Herd auch aus Versehen geschehen. Erklimmt die Katze die Küchenschränke, muss sie auch wieder nach unten kommen. Verdecken Sie das heiße Kochfeld zum Beispiel mit Kochtöpfen, die Sie mit eiskaltem Wasser füllen.

Pflanzen und Gräser
Katzen knabbern gerne Pflanzen an. Handelt es sich dabei um sogenanntes Katzengras, können Sie bedenkenlos wegsehen. Haben Sie aber Zimmerpflanzen in der Wohnung, informieren Sie sich vorab, ob diese giftig sind. Eine Katze kennt den Unterschied nicht und kann nach der Aufnahme erkranken. Zudem ist es ratsam, auf Blumenuntersetzer, in denen sich Wasser sammelt, zu verzichten. Denn ein Schluck von eventuell sogar Dünger-belastetem Wasser kann zu gesundheitlichen Beschwerden führen.

Elektronische Geräte, Medikamente und Plastik
Vor der Lust am Knabbern sind manchmal auch Stromkabel oder Reinigungsmittel nicht sicher. Achten Sie darauf, dass Mieze hierzu keinen Zugang hat. Für den Menschen gängige Medikamente können für Katzen ebenfalls gefährlich sein. Bei Jod sind sich Fachleute uneinig. Weichteilchirurgen renomierter Universitätskliniken greifen bei der Wundbehandlung beispielsweise zur Betaisadonna-Salbe (Jod-Salbe). Wie in allen anderen Fällen, in denen offene Wunden behandelt werden, sollte aber ein Leckschutz angelegt werden.

Eine große Freude können Plastik-Einkaufstüten auslösen. Zum einen knistern sie beim Spielen, zum anderen lassen sie sich aus Katzensicht zu einer hervorragenden Höhle umfunktionieren. Hier herrscht jedoch Erstickungsgefahr. Ebenfalls bedenklich ist es, der Katze zum Spielen ein Wollknäuel anzubieten. Neben Strangulationsgefahr lauert hier eine weitere Gefahr: Beim Spielen und Knabbern kann der Wollfaden geschluckt, aber nicht wieder ausgespuckt werden, was zu Schäden der Verdauungsorgane führen kann. Bieten Sie Ihrer Katze lieber entsprechendes Katzenspielzeug an.

Wichtig: immer wieder hören wir das Argument „Es ist noch nie was passiert“. Bitte bedenken Sie: Es geht immer nur so lange gut, bis es mal schief geht.

Text: © Copyright TASSO e.V.

16.09.2014 – Tierschutzverein Penzberg u.U. e.V.

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Foto: privates Katzengehege

 

Katzenschutzverordnung – Kampf dem Katzenelend

Katzen sollten sich nicht unkontrolliert vermehren
Die Verpflichtung zur Kastration von Katzen ist überfällig!

Durch die unkontrollierte Vermehrung von Katzen gibt es in Deutschland viel mehr Tiere, als jemals verantwortungsvoll betreut und vermittelt werden könnten. Die Überzahl und die daraus resultierende Verwahrlosung führt für viele Katzen zu Elend, Hunger und frühem Tod, für die Gemeinden, Tierheime und Tierschutzvereine zu explodierenden Kosten und überlasteten Kapazitäten.
Katzen werden bedenkenlos ausgesetzt, unversorgt sich selbst überlassen oder sogar getötet und misshandelt – denn sie sind wertlos – es gibt ja so viele.
Eine gesetzliche Verpflichtung freilaufende Katzen zu kastrieren und zu kennzeichnen wäre eine durchgreifende Möglichkeit, die Lage nachhaltig zu verbessern.

Die Interessengemeinschaft Mensch und Tier e.V. hat diesbezügliche eine Eingabe beim Petitionsausschuss des Bay. Landtages eingereicht. Begründet wird die Aktion damit, dass die wachsende Anzahl überwiegend verwilderter und unversorgter Katzen sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen große Probleme bereite. Abhilfe schaffen könnten „Katzenschutzverordnungen“, in denen insbesondere eine Pflicht zur Kastration freilaufender Katzen geregelt werden könnte.

Im September 2010 befragt die Regierung von Oberbayern alle bayerischen Gemeinden dazu nach einer Stellungnahme.

Wir vom Penzberger Tierschutzverein meinen dazu:

Das Problem beginnt mit gut betreuten Familien-Katzen, die „nur einmal Junge bekommen sollen, weil die ja so nett sind“ und endet mit dem Elend sich unkontrolliert vermehrender scheuer Katzen, die durch Hunger, Seuchen und Inzucht im Schnitt gerade mal 2 Jahre alt werden.
Auch bei uns in Penzberg und im Umland finden sich solche Probleme in unterschiedlichem Ausmaß. Xaverl war winzig, gerade mal 4-5 Wochen alt, als er nass, unterkühlt und todkrank bei uns abgegeben wurde, erzählt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Penzberg. In der Tierklinik kämpfte man tagelang um sein Leben, da er kaum atmen und daher auch nicht fressen konnte. Er hat es geschafft, trug allerdings gesundheitliche Schäden davon und wird lebenslang Medikamente brauchen. In einem anderen Fall beobachteten Tierschutzmitarbeiter eine scheue Mutterkatze mit 2 halbwüchsigen Katzen. Die beiden Jungen waren nur noch Haut und Knochen und so schwach, dass sie beim Gehen torkelten und sich gegen ihre Mutter lehnen mussten. Durch vereiterte Augen halbblind und nur mühsam atmend, werden die Beiden wohl nie in ihrem Leben eine Maus fangen und verenden, sobald die Mutter sie nicht mehr säugen kann. Diese Katzenfamilie ist Teil einer großen Katzenpopulation mit über 30 Mietzen auf einem abgelegenen Gehöft und ein Beispiel für viele grausame Schicksale, die sich dort vermutlich abspielen. Mit „Natur“ und „Auslese“ wie viele unbedarft argumentieren, haben solche Tragödien nichts zu tun. Katzen sind nun einmal in unseren Breitegraden Haustiere und können bei uns ohne menschliche Betreuung nicht überleben.

Wer von Mai bis Dezember die Zeitungen aufschlägt, findet deutliche Anzeichen für das Elend der Katzen, indem er einfach nur die Kleinanzeigen „Kätzchen zu verschenken“ liest – und das sind noch die glücklichen Schicksale. Aus glaubhaften Berichten wissen die Verantwortlichen des Penzberger Tierschutzvereins, dass, entgegen dem Tierschutzgesetz, Katzenbabies immer noch grausam getötet werden, sei es durch Ertränken, an die Wand werfen oder Überfahren mit dem Traktor, um nur einige der Methoden aufzuzählen.

Jeder verantwortungsbewusste Katzenbesitzer ist ebenfalls betroffen, denn die unkontrollierten Katzenpopulationen sind durchseucht von Parasiten und von Krankheiten wie Leukose und FIP, die durch Ansteckung auch gut betreute Schmusekatzen bedrohen, aufwendige und teure Blutanalysen sowie Impfungen notwendig machen. Tierliebe Menschen, die in der Nähe von Höfen wohnen, wo nicht kastriert wird, sehen sich hilflos einem Fass ohne Boden gegenüber, denn das Füttern und Kastrieren auf eigene Kosten ist dann doch zu teuer und leider kommen immer wieder neue Katzen dazu.

Betroffen von der Überzahl und dem Elend sind aber nicht nur die Katzen selbst. Gemeinden, die ja per Gesetzt die Versorgung von Fund- und ausgesetzten Katzen und deren Nachkommen übernehmen müssen, sind finanziell und kräftemäßig zunehmend überfordert. Noch drängender ist das Problem bei den Tierheimen und Tierschutzvereinen die direkt mit der Versorgung der Tiere befasst sind. Sie stehen mit der Verkettung von unbedachtem Nachwuchs, Aussetzung oder Abwanderung und den Folgen, nämlich Hunger, Verwahrlosung, Krankheit, Inzucht und noch mehr Nachwuchs, vor schier unlösbaren Problemen.

Abhilfe ist nur durch eine gesetzliche Verpflichtung zur Kastration und Markierung freilaufender Katzen zu schaffen, wie sie in dem Entwurf einer „Katzenschutzverordnung“ vorgeschlagen wird. Beim Petitionsausschuss des Bayerischen Landtages wurde diesbezüglich eine Eingabe eingereicht. Bayernweit wurden aktuell die Gemeinden dazu befragt. Beim Deutschen Tierschutzbund gibt es eine laufende Unterschriftenaktion, die auch vom TSV Penzberg nach Kräften unterstützt wird. Die Listen liegen u.a. beim Fressnapf, in der Trachtenstube Inge und bei den Tierärzten aus. Der Tierschutzverein bittet alle Menschen eindringlich, den Katzen, Kommunen und Tierschutzorganisationen zu helfen und diese Aktion zumindest mit einer Unterschrift zu unterstützen.

Die Erfahrung der letzten Jahre und Jahrzehnte zeigt, dass die Kastration von Katzen auf freiwilliger Basis nicht funktioniert. Viele Menschen gehen zwar verantwortungsvoll mit ihren Tieren um, aber die, die es nicht tun erzeugen große Probleme für alle. Auch grassieren um das Thema Kastration immer noch viele unbegründete Bedenken, unhaltbare Vorurteile und schlichte Unwissenheit, so dass viel zu viele unkastrierte Tiere draußen unterwegs sind.

Falls sie Fragen, Zweifel oder Bedenken zum Thema Kastration bei Katzen an sich haben, finden Sie hier Informationen

Im Penzberger Merkur (Im Journal der Ausgabe v. 25./26.09) wurde dieser Artikel zu dem Thema veröffentlicht:
wildes Leben, früher Tod: merkur_katzenelend_2010

Den genauen Wortlaut des Entwurfs einer Katzenschutzverordnung finden Sie hier:
Katzenschutzverordnung_Entwurf

Die Infos und die Unterschriftenliste des Deutschen Tierschutzbundes finden Sie hier: http://www.tierschutzbund.de/katzenschutz

Die Interessengemeinschaft Pro Katzenschutzverordnung hat zu dem Thema eine eigene Homepage gestaltet: http://www.katzenschutzverordnung.de.vu/

 

 

Tierkauf

Kaufen sie Tiere möglichst nicht in Bau-/Gartenmärkten oder Zoohandlungen. Es gibt von fast allen Tieren mehr als genug Notfälle und ungewollten Nachwuchs, ohne daß sie auch noch für solche Märkte gezielt vermehrt werden müssen.

Billigangebote gehen auf sehr grausame Weise auf Kosten der Tiere (Stichwort: günstiger Rasse-Welpe am Autobahnparkplatz, „Wühltisch-Welpen“). Sie werden unter unsäglichen Bedingungen im In- und Ausland (z.B. Polen, Belgien etc.) „produziert“ und ungeimpft, nicht sozialisiert, viel zu jung und oft todkrank vertrieben.

Seien sie vorsichtig, wenn Tiere verschenkt werden. Kranke, schwache und ungepflegte Tiere/ Tierkinder verursachen oft ganz schnell ganz hohe Kosten und viel Kummer.

Lassen sie die Finger von „Züchtern“, die Tiere nur des Profits wegen vermehren. Stellen sie Fragen, begutachten sie nach Möglichkeit die Tierhaltung und hören sie dann auf ihr „Bauchgefühl“.

Im Internet finden sie zu diesen Themen ausführliche Informationen.

Kostenerstattung für Fundtiere nochmals gestärkt

Hier ist die Rechtsgrundlage um die immer wieder gestritten wird:
Fundtiere unterliegen den fundrechtlichen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches nach §§ 965 bis §§ 984 BGB. Tiere sind zwar keine Sachen, aber für Sachen geltenden Vorschriften (z.B. Fundrecht) sind entsprechend für sie anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist. Die Gemeinden sind grundsätzlich verpflichtet, Fundtiere aufzunehmen und artgerecht gem. § 2 Tierschutzgesetz unterzubringen. Diese Aufgabe können die Gemeinden auch an Dritte, etwa an einen Tierschutzverein oder ein Tierheim delegieren. Diese Verpflichtung erfasst auch die medizinische Versorgung und sachgerechte Unterbringung der Tiere

Gemeinden versuchen leider immer wieder, sich mit dem Argument, das Tier könnte herrenlos oder ausgesetzt sein, aus der Verantwortung zu winden.

Ein neues Gerichtsurteil aus 2013 bestätigt: Gemeinden sind bei Fundtieren zur Übernahme der Kosten einer tierärztlich erforderlichen Behandlung verpflichtet.

In dem Urteil ging es um eine angefahrene Schildkröte, die letztendlich eingeschläfert werden musste. Die Gemeinde hatte sich zunächst geweigert, die Kosten zu übernehmen, musste nach Urteilsbeschluss aber dann doch zahlen. Besonders hervorgehoben wurde im Urteil noch, dass jede Art von unbetreut/ in Not aufgefundenem Haustier (im Gegensatz zum heimischen Wildtier) zunächst als Fundtier zu gelten hat.

Unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde unverzüglich und baldmöglichst über das Fundtier informiert wurde (oder wird), können Tierärzte, Tierkliniken und Tierschutzvereine die entstandenen Kosten für die Behandlung (und Unterbringung) des Tieres der Gemeinde in Rechnung stellen. Dabei handeln sie in Geschäftsführung ohne Auftrag.

Hier finden Sie die ausführliche Meldung vom Deutschen Tierschutzbund (mit Referenz zu dem Gerichtsurteil), dem wir diese Informationen entnahmen:
Urteil – Kostenerstattung für verletzte Schildkröte: 2014_Urteil-Fundtier-Schildi

Die Kostenübernahme durch die Gemeinden ist uns aus folgenden Gründen so wichtig:

  • Spenden/Mitgliedsbeiträge sollen nicht für Kosten aufgewendet werden, die eigentlich Aufgabe der öffentlichen Hand sind
  • Formale Anzeige der Fundtiere bei den Gemeinden schafft dort überhaupt erst ein Bewusstsein, wie groß, alltäglich und weit verbreitet das Problem mit     Fundtieren ist, das bis vor kurzem von den Tierschutzvereinen alleine getragen wurde
  • Kosten und großer Verwaltungsaufwand für einzelne Fundtiere führen dazu, dass nach und nach Pauschalen vereinbart und Verträge mit Tierheimen geschlossen werden. Damit erhalten Tierheime ein kalkulierbares Budget und sind nicht nur auf unvorhersehbare Spenden angewiesen.
  • Nur über Kosten entsteht bei den Verantwortlichen Druck und Bedarf ggf. über neue Regelungen und Gesetze nachzudenken. Eine Pflicht zur Kastration und Markierung aller freilaufender Katzen läge den Tierschützern dabei besonders am Herzen und würde zu einer spürbaren Entlastung führen.

 

12.02.2014 – Tierschutzverein Penzberg u.U. e.V.

Wozu Hundetrainer

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Einer unserer Tierschutz-Mitarbeiter berichtet aus eigener Erfahrung und rät zur Hilfe durch einen professionellen Hundtrainer:

Braucht man einen Hundetrainer?

Überlegen sie sich, ob sie einen Hund wollen? Bei solch einer Überlegung angelangt, stellt sich meist die Frage: möchte man einen Rassehund vom Züchter oder doch einen Vierbeiner aus dem Tierheim? Diese Entscheidung wird einem keiner abnehmen können, denn sie hängt stark von den Wünschen und Gefühlen des Einzelnen ab.

Aber was soll es für ein Hund sein und welchen Charakter soll er haben? Groß oder klein, ruhig oder verspielt, will man ihn mit zum Sport nehmen oder zum Wandern, ja vielleicht sogar mit ihm arbeiten?

Schon hier kann ein Hundetrainer sehr hilfreich sein bei der Auswahl der Hunderasse, die zu einem passt. Viele Hundetrainer bieten auch an, beim ersten Kontakt und der „Begutachtung“ des potentiellen treuen Vierbeiners als Entscheidungshilfe beratend zur Seite zu stehen.

Hat man sich nun für einen bestimmten Hund entschieden, stellt sich vielen die Frage, was so ein Hund alles braucht und wie man ihn richtig erzieht. Auch hier kommt wieder der Hundetrainer oder eine Hundeschule ins Spiel. Aus eigener Erfahrung sind es oft die kleinen aber feinen Dinge, die sehr wichtig sind und die man trotz besten Absichten schnell falsch machen kann.

Hundeflüsterer? Wozu?
Ich möchte hier nicht unbedingt die Hundebesitzer mit viel Erfahrung ansprechen, da diese ja (zwar leider auch nicht alle) wissen wie es geht. Viel mehr betrifft mein Rat die Anfänger, wie ich es einer war. Natürlich kostet solche professionelle Hilfe etwas Geld und Mühe, aber wenn man sieht, wie der Hund und man selber Fortschritte macht, und das Team Mensch – Hund immer enger zusammen geschweißt wird, merkt man, dass es sich lohnt. Experimentiert man selbst und muss später Fehler und Verhaltensstörungen mühsam wieder beheben, wird es noch viel aufwändiger und teurer.

Wann macht ein Hundetrainer Sinn?

  • Wenn man mit der Haltung und Erziehung von Hunden keine Erfahrung hat.
  • Wenn man eine Hunderasse auswählen will, die nicht nur gefällt, sondern die zum eigenen Lebensstil, den eigenen Wünschen und Anforderungen auch wirklich passt.
  • Aber auch, wenn man schon einen Hund hat und Probleme auftauchen, ist es noch nicht zu spät

 

Geeignete Hundeschulen und Trainer finden sie im Internet. Jede Hundetrainer ist anders, deshalb ist es wichtig, dass sie und auch ihr Hund mit dem „Lehrer“ gut klar kommen. Sprechen sie am Besten mit verschiedenen Trainern und entscheiden sich dann nach Bauchgefühl und Sympathie, wer zu Ihnen und ihrem Vierbeiner am Besten passt. Ein Auto kauft man ja auch nicht, ohne vorher darin gesessen zu haben und gefahren zu sein.

Aus eigener guter Erfahrung kann ich nur empfehlen, zumindest während der Anfangsphase mit einem Hundetrainer zusammen zu arbeiten.