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Das deutsche Tierschutzbüro e.V. hat eine tolle Broschüre heraus gebracht zum Thema: „´Hinsehen und Helfen.  Das können Sie tun, wenn Sie Tierleid beobachten.“
Man kann sie auch dort bestellen.
www.tierschutzbuero.de

 

„Bambi“ Ersthelferin Birgit Albert berichtet über ihre Arbeit in ihrer Rehkitz Aufzuchtstation in Peißenberg:

Frau Birgit Albert liegen die Rehkitze sehr am Herzen, darum möchte Sie auch gerne einen Helfer-Aufruf starten und ein Bambi-Rescue Netzwerk gründen.
Wer Lust, Zeit und Interesse hätte, dabei zu helfen oder sich einfach nur zu informieren, bitte lesen Sie sich den folgenden Bericht einfach mal durch:

Frau Albert bekommt  jedes Jahr bis zu 20 Anrufe bzgl. verwaister/verletzter Kitze und sucht nun ab April 2015 dringend Mitstreiter, die es sich zutrauen, ebenfalls Kitze aufzuziehen.

Ihr ist es dieses Jahr aus beruflichen Gründen -sie muss mehrmals einige Tage beruflich verreisen- nicht möglich Kitze aufzuziehen.
Sie möchte daher ein Netzwerk „Bambi-Rescue“ ab April 2015 ins Leben rufen, damit sich evtl. einige Tierfreunde finden die ein Kitz aufziehen würden.
Selbstverständlich ist Birgit Albert im Hintergrund jederzeit telefonisch bei Fragen erreichbar.

Meist werden die Kitze, die oft völlig gesund sind getötet, nur weil sich niemand darum kümmern mag.
Leider ist es in unserer Gesellschaft so, dass man solche Tiere lieber abgibt, als selbst dafür Verantwortung zu übernehmen. Für Fr. Albert ist es nicht hinnehmbar ein gesundes Rehkitz zu töten, nur weil es nicht versorgt werden kann.

Ein Kitz aufzuziehen bedeutet sehr viel Einsatz, es sind  nachts alle 2 Stunden Milchgaben nötig, d.h. an genügend Schlaf ist die ersten 4 Wochen nicht zu denken. Meist sind die Kleinen nicht mehr als einen halben Tag alt und daher sehr versorgungsbedürftig.
Sie sucht daher dringend Personen, die an einer Kitzaufzucht Interesse hätten.

Interessierte Personen sollten v.a. genügend Zeit haben (Kitzaufzucht ist ein 24 Stunden-Job), sehr flexibel und belastbar sein, sowie genug Disziplin haben, ein Kitz über 6 Monate mit Fläschchen und weitere 6 Monate über den Winter -bis die Kleinen selbständig sind- zu versorgen.
Optimal wäre es, wenn ein Grundstück mit Waldanschluß vorhanden ist, damit die Tiere auch wieder zurückkommen können was bei meinen aufgezogenen Kitzen jeden Tag der Fall ist.

Ein Kitz aufzuziehen heißt sehr viel Arbeit, Zeitaufwand, nötige Disziplin, kein Ausschlafen, kein Urlaub.
Bewußt sollte einem auch sein, dass sich das Kitz ausschließlich auf eine Person, die es mit Fläschchen versorgt, prägt und fixiert.
Dies heißt, dass ein einmal angenommenes Rehkitz nicht wieder abgegeben werden kann, es nimmt von Niemand anderem sein Fläschchen an.

Birgit Albert würde sich sehr freuen, wenn sich einige Interessierte bei Ihr melden würden (Tel. 08803-9164, ab 20.00 h).
Sie können sich sicher sein, dass die Tiere einem alles was man für sie getan hat mit viel Zuneigung zurückgeben, sagt Sie.

Wir hoffen mit Frau Albert auf sehr viele Tierfreunde, die gerne ein Kitz retten möchten.

Infos und Kontakt an
Birgit Albert
Tel. 08803-9164, ab 20.00 h
olekranon@hotmail.com
Peißenberg

 

Erstversorgung eines zur Aufzucht erhaltenen Rehkitzes

1. Bodycheck= Verletzungen?
wenn ja: Tierarzt
wenn nein: Kitz zunächst in ein Handtuch einwickeln in einem großen Karton etwas abgedunkelt auf eine handwarme Wärmeflasche setzen.
Das Tier braucht zunächst etwas Ruhe! Nach einer halben Stunde versuchen das Kitz zu füttern!
Streß vermeiden! Es sollten sich max. zwei Personen um die Aufzucht kümmern. Die Tiere prägen sich meist auf eine Ziehmutter, von der sie das Fläschchen annehmen.

2. Versorgung mit geeigneter Milch (niemals Kuhmilch, das Kitz geht an Verdauungsstörungen ein)
Kitz vor der Fütterung wiegen davon ist die Milchsorte abhängig:

Utensilien zur Milchfütterung:
Set von Royal Canin Babycatmilk dieses enthält:
1 Fläschchen
drei Sauger (Milchpulver nicht verwenden!)
diese Sauger haben den Vorteil dass sie später auch auf NUK Babyflaschen umgeschraubt werden können wenn die Tiere mehr trinken!
1 Thermometer (ich benutze eines von Aldi ein Bratenthermometer).
Die Sauger bitte abwechselnd benutzen die Kitze mögen immer denselben Geschmack, der sich bei einem neuen Sauger wieder ändert!
Ziegenbiestmilch (vom Ziegenhof) oder
Globulac L (Biestmilchpulver)
zur weiteren Aufzucht ab 1800 g Gewicht:
reine Ziegenmilch oder
Bergin L Milch

Kitz unter 1800 g – es ist dringend Biestmilch (nur Ziegenbiestmilch -gibts meist auf jedem Ziegenhof- oder Schafbiestmilch in Form von Pulver Globulac L (=Biestmilchpulver) der Firma Bergophor Tel. 09221-806-0) erforderlich.
Anwendung: 50 g Globulac L in 100 ml warmem Wasser (max. 40 Grad) auflösen
oder Ziegenbiestmilch ca. 100 ml auf 39 Grad erwärmen und füttern.
Tränketemperatur von 39 Grad unbedingt einhalten ansonsten bekommen die Kitze schwere Verdauungsstörungen.
Biestmilchgabe ist für 5 Tage erforderlich (Regel: eine Dose Globulac pro Kitz, ab dem 4. Tag wird die Biestmilch auf 80 % reduziert und 20 % Aufzuchtmilch Bergin L zugemischt.
Ab dem 2. Lebenstag benötigen die Kitze auch frische Maulwurfserde (ein kleines Schälchen davon sollte täglich frisch zur Verfügung stehen).

Wie geht es weiter:
ab dem 5. Tag täglich die Biestmilchmenge weiter reduzieren bis das Kitz nur noch Bergin Milch L oder Ziegenmilch als alleinige Milch bekommt.
200 g Bergin L Milchpulver wird mit 1 Liter Wasser zubereitet. Anrührtemperatur 40 – 42 Grad.

Wichtig: Tränketemperatur von 39 Grad unbedingt einhalten sonst drohen schwere Verdauungsstörungen.
unter 1600 g braucht das Kitz alle 2 Stunden 80-100 ml Milch.
mit 2 kg Gewicht sollte das Kitz alle 3 Stunden 150 ml Milch trinken.
mit 3 kg Gewicht sollte das Kitz alle 4 Stunden 200 ml Milch trinken.
Dies ist natürlich von Tier zu Tier unterschiedlich, es sind nur grobe Richtwerte.

Diese Milchgaben benötigen die Kitze für 6 Monate.

Bitte haben Sie bei der Fütterung Geduld. Es dauert oft eine Zeit lang bis sich die Kitze an die Sauger gewöhnen.
Falls eine Kitz gar nicht trinken möchte bitte folgendes probieren:
Eine 100 ml Spritze aus der Apotheke mit einem Ventilgummi (ca. 2 cm lang) eines Fahrradschlauches versehen und vorsichtig dem Kitz zwischen Ober- und Unterkiefer schieben. Seitlich in die Wangentasche langsam die Milch laufen lassen, die Kitze können dann aus der Wangentasche die Milch langsam abschlucken. Diese Methode solange anwenden bis das Kitz aus der Flasche trinken kann.

Kitz über 1800 g– hier ist eine Aufzuchtmilch erforderlich: reine Ziegenmilch vom Bauern (auch aus Tetrapack im Notfall mit 3,5 % Fettgehalt)
oder Bergin L Milch ebf. der Firma Bergophor (Schafmilchpulver zum anrühren)

Die Kitze sollten täglich gewogen werden: eine Gewichtszunahme von 100-120 g pro Tag wäre wünschenswert.
Eine genügende Flüssigkeitszufuhr läßt sich auch gut an einem stets feuchten glänzenden Näschen erkennen.
Ist die Nase trocken, fehlt dem Kitz Flüssigkeit!

Während oder spätestens nach dem Füttern müssen die Ausscheidungsorgane des Kitzes massiert werden, damit es Urin und Kot absetzen kann. Dies ist wichtig! Mit einem feuchten Tuch von oben nach unten mehrmals abwischen, bis Urin und Kot abgesetzt werden.
Meist ist dies die ersten 4-5 Wochen erforderlich, bis das Kitz dies alleine kann.

3. Unterbringung
für die ersten Tage ist ein großer Karton ausgelegt mit saugenden Einmalbetteinlagen geeignet, etwas Heu, Wasserschälchen, Schälchen mit frischer Maulwurfserde.
Den Karton mehrmals täglich reinigen, die Kitze urinieren im Liegen dh. es sollten auch des Öfteren die Einlagen gewechselt werden.
Nach einer Woche die Kitze im Haus am besten in einem ruhigen Raum, Raum mit Malervlies auslegen und ebenfalls etwas Heu darauf verteilen unterbringen. Täglich sollten die Tiere ein paar Stunden in den abgezäunten Garten zum Sonne tanken (wichtig für die Knochen und den Muskelaufbau) laufen können. Allerdings immer unter Aufsicht.
Später (mit 4-6 Wochen) wird dann ein geeignetes Gehege mit einem genügend hohen Zaun 1,80 cm mit engen Maschen damit die Tiere nicht durchschlüpfen können erforderlich. Nachts ist allerdings noch eine geschützte Unterbringung in einer Hütte/Haus nötig.

Einen Nachtrag noch von Fr. Albert:
Beide Kitze waren einen halben Tag alt, als ich sie gebracht bekam, nach 3 Tagen Biestmilch folgte ein unerklärlicher Einbruch, der sich mit Schwäche (die Kitze konnten kaum noch ihr Köpfchen halten) und Trinkunlust äußerte. Nach Recherchen im Internet kam ich auf das Mittel Catosal (ein Tonikum, welches v.a. Landwirte schwachen Kälbchen spritzen, die nicht trinken wollen). Fakt war: ich habe die Dosierung für Kitze umgerechnet und jedem Kitz Catosal 0,5 ml  subcutan nur einmalig zwischen die Schulterblätter gespritzt. Die Tiere waren kurz vor dem Exodus, ich hatte eines der Beiden sogar bei einem Tierarzt tags zuvor in Behandlung – ohne Erfolg- ich sollte das Tierchen zum Sterben abholen.
Erwähnen muss ich allerdings, dass ich Heilpraktikerin bin und spritzen kann (also bitte nicht selbst probieren). Ferner müssen auch alle Medikament Gaben lt. Veterinäramt bei den Wildtieren dokumentiert werden. Also, falls Schwächesymptome bei den Kitzen auftreten, den Tierarzt um o.g. Injektion bitten. Beide Kitze konnte ich durch diese Methode retten. Sie waren 8 Stunden später wieder am Trinken.

Wichtig wäre auch noch falls Interessierte ein Kitz aufziehen möchten:
Lassen Sie sich vom zuständigen Jagdpächter das o.k. geben und eine Übereignungsbescheinigung für das Tier ausstellen. Damit bekommt man nicht das Problem, evtl. der Wilderei angeklagt zu werden.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Birgit Albert
Peißenberg
Tel. 08803-9164
olekranon@hotmail.com

Hier ist eine sehr gute Infoseite der Polizei Bayern über diverse Hundegesetze:

Quelle: www.polizei-bayern.de

http://www.polizei.bayern.de/news/recht/index.html/11022

…und natürlich für andere Nagetiere und Kleintiere!

Eine sehr schöne Seite mit Anregungen und Bauanleitungen für die geliebten Kleintiere:

http://tierische-eigenheime.de.tl/Home.htm

Wichtige Infos für Tierbesitzer

immer noch sind eine Mehrzahl der Katzen und Hunden, mit denen wir es zu tun haben, weder tätowiert noch gechipt. Teilweise geben die Besitzer an, von ihrem Tierarzt auch nicht auf diese Möglichkeit hingewiesen worden zu sein.

Darüber hinaus sind wir immer wieder enttäuscht, wenn wir feststellen, dass ein Fundtier zwar gekennzeichnet, aber leider nicht registiert ist. Nachfragen haben ergeben, dass die Besitzer glauben, mit dem Chippen/Tätowieren sei alles getan und sie vergessen oder übersehen, dass eine Kennzeichnung ohne Registrierung unwirksam ist.

Daher möchten wir dringend auf die folgenden beiden Punkte aufmerksam machen:

Alle Hunde und Katzen sollten gechipt und/oder tätowiert sein!

Vorteile:

  • bei Vermissten ist eine Rückgabe in kürzester Zeit möglich
  • bei verunglückten Tieren ist eine eindeutige Identifikation möglich
  • bei überregional vermissten Tieren (z.B. nach Mitfahrt in einem Auto, Diebstähle etc.) ist eine Rückgabe überhaupt erst dadurch möglich
  • bei längerfristig vermissten Tieren ist eine Rückgabe überhaupt erst dadurch möglich
  • Aufwand und Kosten für Fundtieren sind deutlich geringer, da wir die Besitzer sehr schnell finden können und die Tiere nicht mehrere Tage beherbergen müssen

 

Gechipte/tätowierte Tiere müssen unbedingt registriert werden (sonst ist die Markierung völlig nutzlos!). Registrieren heißt, dass die Adresse des Tierbesitzers bei einem Haustierregister (Deutsches Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes oder Tasso), zusammen mit der Chip- oder Tätowierungsnummer hinterlegt wird. Im Falle des Fundes kann der Finder bei diesen Stellen anrufen und anhand der Kennzeichnung der Besitzer ausfindig gemacht werden.

Gechipt/tätowiert wird ja häufig im Zuge der Kastration. Wir vermuten dass Tierbesitzer, die ihren frisch operierten Liebling abholen, oft so aufgeregt und besorgt sind, dass sie die Informationen die sie dann zum Thema Kennzeichnung noch erhalten, nicht wirklich aufnehmen und die Registrierung einfach vergessen.

Bitte überprüfen Sie, ob Ihr Tier gechipt/tätowiert und auch registriert ist.!
Bitte machen Sie auch Tierbesitzer in Ihrem Umkreis auf die Wichtigkeit der Kennzeichnung aufmerksam.

Die Tiere alle Besitzer, die ihr Tier glücklich wieder in die Arme schließen können und wir vom Tierschutz, denen damit viel Mühe erspart wird, werden es Ihnen danken!

Katzen markieren

Katzen dringend tätowieren oder chippen lassen!

Liebe Katzenbesitzer,
bitte lassen sie ihre Katzen/Kater kastrieren und unbedingt auch tätowieren und/oder chippen!

Der Grund:

  • die Chance, den Besitzer einer Fundkatze schnell und und zuverlässig zu finden, ist bei markierten Katzen viel höher
  • bei markierten Tieren geht man davon aus, daß sie schmerzlich vermisst werden und verstärkt die Anstrengungen, den Besitzer ausfindig zu machen
  • bei unmarkierten Tieren ist es fast unmöglich, sie wieder ihrem Besitzer zuzuordnen, wenn sie aus irgendeinem Grund die unmittelbare Umgebung ihres Zuhauses verlassen haben. In überregionalen Fund- und Vermisstenlisten (z.Bsp. www.tierschutzverzeichnis.de) gibt es nämlich so viele ähnlich aussehende Katzen, daß es für den Finder schnell uferlos wird, alle potentiellen Kandidaten zu kontaktieren
  • bei weiblichen Katzen ist die Markierung ein Hinweis, daß das Tier auch kastriert ist. Selbst ein Tierarzt hat keine Möglichkeit dies sicher festzustellen, sodass es zu ungewollter Trächtigkeit oder unnötigen Operationen kommen kann
  • sollte Ihr Tier einen Unfall haben, bei dem es schwerst verletzt und dadurch stark entstellt wird (Unfall mit Auto, Zug, Mähdrescher usw.) können Sie ihr Tier eventuell nur noch durch die Markierung eindeutig identifizieren

Tätowierung – Was ist das? Wie geht das?

Beim Tätowieren wird der Katze unter Narkose eine Nummer auf die Innenseite der Ohren eintätowiert. Da eine Narkose notwendig ist, bietet es sich an, die Tätowierung bei der Kastration vornehmen zu lassen. Das Tätowieren selbst ist kostenlos. Wichtig ist, die Nummer anschließend sofort bei Tasso und/oder dem Deutschen Haustierregister auch registrieren zu lassen. Der Tierarzt wird Ihnen diesen Hinweis und die nötigen Informationen geben.

Vorteil:

  • Tätowieren kann bei der Kastration mitgemacht werden und kostet nichts extra
  • Jeder Finder, auch „Laien“, können sehen, daß die Katze markiert ist und können daraus schließen, daß sie vermisst wird

Nachteil:

  • Die Tätowierung ist nicht immer gut lesbar und kann nach Jahren verblassen
  • Die eintätowierte Zahlen-Kombination ist nicht zentral geregelt und wird von jedem Tierarzt selbst festgelegt. Durch Umzug, Praxisaufgabe und über größere Entfernungen ist auch damit eine Zuordnung nicht immer möglich.

Chippen – Was ist das? Wie geht das?

Chippen kann jeder Tierarzt indem er mittels einer Spritze einen reiskorngroßen Mikrochip unter die Haut auf der linken Halsseite der Katze einbringt. Das ist fast schmerzlos, trotzdem geben manche Tierärzte vorher noch eine kleine lokale Betäubung. Chippen kostet etwas, aber nicht viel und es lohnt sich. Die Chipnummer muss anschließend vom Besitzer bei Tasso und/oder dem Deutschen Haustierregister registriert werden. Der Tierarzt wird ihnen diesen Hinweis und die nötigen Informationen geben

Vorteil:

  • chippen geht schnell, einfach, schmerzlos und ohne Narkose
  • der Chip bleibt lebenslang gleich gut lesbar
  • die Chipnummern sind zentral und international geregelt, sodass jede Chipnummer (so sie vom Besitzer registriert wurde) sogar international eindeutig und zuverlässig zugeordnet werden kann.
  • es gibt inzwischen Katzentüren, die diesen Chip lesen können und nur noch Ihrer eigenen Katze Zugang zu Ihrer Wohnung gewähren

Nachteil:

  • der Chip ist unsichtbar. Um zu wissen, ob eine Katze gechippt ist und um den Chip zu lesen, braucht man ein Lesegerät. Die Katze muss also einem Tierarzt, einem Tierheim oder Tierschutzverein vorgestellt werden.
  • chippen ist nicht kostenlos. Allerdings kostet es weniger als ungefähr eine Impfung.
  • der Chip kann in seltenen Fällen unter der Haut wandern und wird dann eventuell selbst mit Lesegerät übersehen. Allerdings kann das ja gelegentlich bei fälligen Tierarztbesuchen überprüft werden.
Kastration ist Tierschutz !

Die Vorteile betreffen Katzen sowie Kater:

  • kein Nachwuchs
  • eine deutlich längere, durchschnittliche Lebenserwartung bei besserer Gesundheit
  • bei Katern weniger Verletzungen (und Folgeinfektionen) durch Kämpfe mit anderen Katern und durch Bisse bei der Paarung
  • das Harnmarkieren des Reviers und der Wohnung bleibt aus oder kann wieder abgestellt werden (bei Katern aber auch bei Katzen)
  • Katzen/Kater werden häuslicher und anhänglicher und streunen weniger = geringere Unfallgefahr
  • geringeres Risiko der Ansteckung mit gefährlichen Krankheiten durch weniger engen Kontakt mit fremden Katzen
  • bei Katzen deutlich geringeres Risiko für Gebärmutterentzündungen und Milchdrüsentumore
  • bessere Lebensqualität, denn stressiges Verhalten wie Rolligkeit und Revierkämpfe bleiben den Katzen und Katern erspart

 

Kastrieren ist aktiver Tierschutz: weniger Nachkommen = weniger Katzenelend

 Nimmt man den Katzen/Katern damit ein Vergnügen?

Das Sexualverhalten von Katzen/Katern ist ausschließlich auf eine erfolgreiche Fortpflanzung ausgerichtet. Das Wohlergehen des einzelnen Individuums spielt dabei keine Rolle. Menschliche Werte wir Lust, Vergnügen, Liebe, Beziehung, Familienleben dürfen auf Katzen nicht übertragen werden. Geschlechtstypische Verhaltensweisen sind hormonell gesteuerte Triebe und, im Einzelnen betrachtet, wenig angenehme Ereignisse im Leben von Katern und Katzen. Sogar das Aufziehen von Jungen ist für Katzen von Natur aus eine sehr anstrengende, kräftezehrende und stressige Zeit.

Informationen zu weiteren Bedenken und Vorurteilen finden Sie  beim Bund der Katzenfreunde

Der Wunsch, die eigene Katze einmal Junge kriegen zu lassen, ist ja im Grunde verständlich. Es ist ja so goldig und macht Spaß, die Kätzchen aufwachsen zu sehen. Eventuell hat man ja auch schon Freunde und Bekannte, die ein Kätzchen nehmen würden. Stopp! Bitte!
Es gibt jedes Jahr schon viel mehr Kätzchen als genug! Fast durchgehend von Mai bis Dezember werden per Kleinanzeigen Kätzchen verschenkt – auch bei uns in der Region Penzberg. Jedes absichtlich „produzierte“ Kätzchen nimmt einem Notfall den Platz weg.

Es gibt schon viel zu viele Katzen, die sich unkontrolliert vermehren. „Liebhaber“-Nachzucht wird nicht gebraucht!
Viele, die zunächst Interesse an einem Kätzchen bekunden, springen dann doch ab, wegen Allergie, zu wenig Zeit, fehlender Betreuung im Urlaub usw.

Wer Katzenbabies bei sich haben und aufziehen will, kann sich bei den Tierheimen der Umgebung oder auch bei uns melden. Es gibt immer mal wieder hochträchtige Katzen, Katzenfamilien oder Kätzchen, die Hilfe und einen Pflegeplatz brauchen.

Was ist was: Kastrieren – Sterilisieren?

Beim Kastrieren werden die Keimdrüsen (Hoden bei Katern, Eierstöcke bei Kätzinnen) entfernt. Die Katzen können keine Nachkommen mehr zeugen und zeigen kein Geschlechtstrieb gesteuertes Verhalten mehr. Kastrieren ist für Katzen und Kater die gängige Praxis.

Beim Sterilisieren werden bei Katern die Samenleiter, bei Kätzinnen die Eileiter nur durchtrennt. Die Katzen sind danach zwar unfruchtbar, geschlechtstypische Triebe wie Kämpfen, Markieren, Rolligkeit bleiben aber erhalten. Sterilisieren spielt in der Praxis keine Rolle und wird nur selten angewendet.

Infos zur Kastration

Die Kastration der Katzen ist tägliche Routine der Tierärzte. Die Katzen sind oft schon am Tag nach der Operation wieder fit und spielen und fressen als wäre nichts gewesen. Auch Kater stecken den Routineeingriff im Normalfall ganz schnell weg. Die Wunde ist so klein, dass sie nicht genäht werden muss.

Wichtig: Katzen/Kater beim Kastrieren gleich auch tätowieren bzw. chippen lassen!

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

  • Katzen und Kater sollen vor dem Eintritt der Geschlechtsreife kastriert werden
  • Katzen mit ca. 5-7 Monaten
  • Kater mit ca.6-9 Monaten

 

Es ist allerdings nie zu spät. Auch erwachsene und ältere Tiere können selbstverständlich noch kastriert werden, im Notfall auch während einer bestehenden Trächtigkeit.

Frühkastrationen, d.h. schon ab der 7. Lebenswoche sind in Deutschland noch nicht üblich, setzen sich aber immer mehr durch. Mehr dazu hier:
Katzennothilfe
Cat-Care

 

Kastration von Katzen – der Tierschutzverein Penzberg e.V. kümmert sich

  • In besonderen Fällen helfen wir nicht nur mit Rat sondern auch mit Tat
  • Sie kümmern sich um freilebende, scheue Katzen, die niemandem gehören?
  • Sie wollen der weiteren Katzenvermehrung auf Ihrem Hof/Grundstück ein Ende setzen, fürchten aber Aufwand und Kosten?
  • Sie würden eine aktuelle Notfall-Katze aufnehmen, insofern sie kastriert und medizinisch versorgt wurde?

 

Bitte rufen Sie uns an oder schicken Sie uns eine E-mail. Wir werden gemeinsam eine Lösung finden. Diese Hilfe bieten wir für Bürgerinnen/Bürger aus unserem Zuständigkeitsbereich an

(Stadtgebiet Penzberg und die umliegenden Gemeinden des Landkreises Weilheim/Schongau)

 

Eine gute Infoseite für Katzen mit Zuckerkrankheit:

http://diabetes-katzen.net/index.html

Bitte lassen Sie ihre Katzen kastrieren

Das neue Jahr hat begonnen und damit auch wieder die Zeit, in der unkastrierte Kater und Katzen draußen auf Freiersfüßen unterwegs sind. Dies führt natürlich unweigerlich zu neuen Kätzchen, die zwar zunächst ja so goldig, aber meist dann doch nicht wirklich erwünscht sind. Die Tierheime sind voll von ihnen, leider immer mehr, als vermittelt werden können. Viele Kätzchen werden auch gut versteckt geboren und haben dann verwildert nur eine leidvolle und oft sehr kurze Lebenszeit.

Daher bitten wir Sie:

lassen Sie Ihre Tiere unbedingt baldmöglichst kastrieren. Noch vor dem Beginn der nächsten Rolligkeit!

Kastration ist aktiver der Tierschutz, denn damit bleibt den Katzen großes Leid und den Menschen viele Sorgen und Kosten erspart. Die einmalig anfallenden Kosten sind überschaubar und sollten von jedem verantwortungsbewusstem Tierhalter eingeplant werden. Bitte helfen auch Sie mit gegen die fortwährende Kätzchen Flut – lassen Sie Ihre Schützlinge kastrieren.

Verhindern Sie damit Tierleid!

Falls Sie aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage sind, die Kastration zu ermöglichen, wenden Sie sich bitte an uns. Wir finden gemeinsam eine Lösung dafür und helfen Ihnen dabei.

Ihr Team vom Tierschutzverein Penzberg