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Gefundene Katzenfamilie

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Eine Penzberger Familie hatte unter ihrer Holzterasse Katzenbabies gefunden, die der eigenen Katze so Angst machten, daß sie nicht mehr nach Hause kommen wollte. Die Finder sägten kurzerhand eine Holzplanke durch um an das Nest zu kommen und zwei flauschige Katzenbabies kamen zum Vorschein. Da die Kätzchen nicht dort bleiben konnten wurde der Tierschutzverein gerufen um die beiden abzuholen. Obwohl es Sonntag war kümmerten wir uns sofort darum. Die beiden Kitten waren geschätzte 3 Wochen alt und da stellte sich natürlich sofort die Frage, wo die Mutter abgeblieben waren. Nachdem uns die Finder versichert hatten, daß die Mama zwar scheu aber ganz in der Nähe sei, versuchten wir unser Glück mit einer Lebendfalle. Unsere Geduld wurde belohnt und abends, als es dunkel wurde, ging Mama in die Falle und alle drei waren wieder glücklich vereint.

Die drei kamen nicht ins Tierheim sondern durften bei einer unserer Mitarbeiterinnen einziehen. Die Mama war am Anfang sehr scheu und ängstlich und musste erst lernen, wozu eine Katzentoilette gut ist, aber mit viel Liebe, Geduld und gutem Futter lernte sie schnell, daß Menschen eigentlich ganz nett sein können. Sie war wohl selbst als kleines Kätzchen in menschlicher Obhut gewesen, ist aber irgendwie zur Streunerin und geworden und hat sich dann, selbst noch ein Teenager, mit ihren Kleinen mehr schlecht als recht durchgeschlagen.

Lange gingen wir davon aus, daß wir es mit Brüderchen und Schwesterchen zu tun hatten. Erst bei der Impfung stellte sich heraus, daß auch Brüderchen in Wirklichkeit ein Schwesterchen war. Kurzerhand wurde er der Name von „Tiggy“ zu „Nicki“ umgeändert. Schwesterchen hieß übrigens immer schon „Pepita“.

Mama „Lia-Lu“ blieb wochenlang scheu, zurückhaltend und still bis sich nach Monaten immer mehr herausstellte, daß auch in ihr eine temperamentvolle, verschmuste und verspielte junge Katze steckte, die richtig aufblühte, als die Verantwortung für ihre kleine Familie geringer wurde.

Alle haben sich prächtig entwickelt und durften zusammen bleiben bis die Kleinen 12 Wochen alt waren. Pepita wohnt jetzt zusammen mit einem gleichaltrigen Katerchen bei einer netten Familie in Eching. Lia-Lu und Nicky blieben wo sie waren und sind inzwischen sehr liebe und superflauschige Traumkatzen. Leider hängt den beiden Wuscheltigern immer der halbe Wald am Bauch wenn sie draußen waren, aber wozu gibt`s Staubsauger?

Leguan alarm am Ostersee

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Im Sommer erreichte uns ein Anruf von Badenden am Ostersee, sie hätten angeblich einen Leguan gefunden. Da der Tierschutzverein Penzberg keine kompetente Pflegestelle für Reptilien zur Verfügung hat, erklärten sich die Finder freundlicherweise bereit, den „Leguan“ direkt in die Reptilienauffangstation nach München zu bringen.

Wenige Tage später passierte unglaublicherweise noch einmal genau das gleiche: von einem Badestrand am Ostersee wurde der Fund eines weiteren „Leguans“ über die Polizei an uns gemeldet. Eine Tierschutz-Mitarbeiterin erklärte sich breit, sich um das Tier zu kümmern. Die Polizei machte sich große Sorgen, ob das Reptil eventuell gefährlich oder giftig sein könnte und zog in Betracht, das Gelände dort zunächst abzusperren. Die Tierschutzmitarbeiterin konnte die Polizei jedoch überzeugen, sich erst einmal ein Bild der Lage zu machen, da es nur sehr wenig giftige Echsen gibt, und keine, die einem Leguan auch nur entfernt ähneln könnten.

Die Mitarbeiterin bewaffnete sich u.a. mit einem Transportkäfig, einem Kescher und einem Besen – man weiß ja nie – und traf die Finder am Ostersee, die bis dahin das Reptil nicht aus den Augen gelassen hatten. Schon auf den ersten Blick stellte sich heraus, daß es sich nicht um einen Leguan handelte, sondern um eine nette kleine Bartagame, die sich auch ohne große Umstände einfangen ließ.

Nachfragen ergaben, daß auch der erste „Leguan“ eine Bartagame gewesen war. Die traurige Schlussfolgerung war, daß wohl jemand seiner exotischen Haustiere überdrüssig geworden war und sie einfach am Ostersee ausgesetzt hat (Bartagamen sind übrigens Wüstentiere und können mit der sumpfig-feuchten Landschaft am Ostersee rein gar nichts anfangen). Zwei wurden gefunden, ob es noch mehr waren, wissen wir nicht. Die, die der Tierschutzverein eingefangen hat wohnt jetzt in einem schönen Terrarium im Tierheim Garmisch, bis sich ein Liebhaber für sie findet. Sie ist eine Dame, heisst „Lisa“ und darf inzwischen im Exoten-Raum der Tierheims nach Belieben spazieren gehen.