"Thema des Monats"
Februar 2012
Leiden in Käfigen
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"Der Tierschutz Penzberg sagt DANKE"
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die uns unterstützt haben ...
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Sie suchen noch ein Geschenk?
Vielleicht wäre das hier was - hier die Empfehlung einer Mitarbeiterin des Tierschutzvereines...

Die zweitbesten Tiergeschichten
!!! Wichtige Meldung !!!
Tierhilfe Bulgarien e.V. !
Wir unterstützen das Projekt Tierhilfe Bulgarien e.V.
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Welpenhandel - Nein Danke !
Petition gegen den Hundebillighandel
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Katzenschutzverordnung
Kampf dem Katzenelend
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Wichtigste Notrufnummern
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Home / Rund ums Tier / Tier aufnehmen - abgeben
Sie wollen ein Tier bei sich aufnehmen ?
Als erstes eine ernste Bitte:
INFORMIEREN SIE SICH GRÜNDLICH - VORHER !!!
Informieren Sie sich eingehend und aus mehreren Quellen über die Bedürfnisse der Tiere, für die Sie sich interessieren. Verlassen Sie sich dabei nicht auf das "was man immer schon so gemacht hat" oder "was die Nachbarn auch tun". Wir können an dieser Stelle keine ausführlichen Informationen zu einzelnen Tierarten liefern aber bedenken Sie bitte:
Durch neuere Forschung weiß man heute immer mehr über die Bedürfnisse von Haustieren. Selbst für "einfache" Haustiere wie Meerschweinchen, Kaninchen oder Wellensittiche ist eine moderne, artgerechter Tierhaltung, bei der das Wohl der Tiere im Vordergrund steht, aufwändig und eine große Herausforderung:
- Die bisher üblichen Standard-Käfige aus Baumärkten und Zoohandlungen sind Minimallösungen und fast immer zu klein. Die Tiere überleben zwar, aber viele Bedürfnisse werden nicht erfüllt. Sie grenzen nach heutigem Stand des Wissens an Tierquälerei
- Viele Tiere fühlen sich nur in Gruppenhaltung wirklich wohl
- Der Preis für die Tiere selbst ist leider oft verschwindend gering im Verhältnis zu den Kosten für Unterbringung, Ausrüstung, Futter und Tierarzt. Billig in der Anschaffung heißt nicht billig im Unterhalt
- Viele der gängigen Nager sind nicht wirklich "Streicheltiere" (auch Hamster und Meerschweinchen nicht!) und mögen nicht angefasst oder gefangen werden. Dies ist besonders zu berücksichtigen, wenn Kinder sich Tiere wünschen.
- Mindestens ein Erwachsener im Haushalt sollte den Wunsch nach Tieren wirklich mittragen. Nur wer Interesse und Liebe zum Tier hat, kann Kinder bei der Pflege anleiten und unterstützen, bzw. eingreifen, wenn das Interesse der Kinder nachlässt oder erkennen, wenn es dem Tier nicht gut geht. Kinder sind damit allein überfordert. Leidtragender ist dann das Tier
- Betreuungsmöglichkeiten für den Urlaub sollten vorher überdacht und geklärt werden
Diese wenigen Stichpunkte sollen nur ein Anstoß für Sie sein, weiter zu fragen und sich eingehend zu informieren. Im Internet gibt es viele Informationsseiten und Foren zu jeder denkbaren Tierart. Nicht alle gleich gut, aber man bekommt schnell einen ganz guten Überblick. In den Bibliotheken findet man ebenfalls reichlich Informationen (auf neuere Bücher achten).
Auch hier gilt: informieren Sie sich intensiv über die Bedürfnisse der Tiere, die Kosten, den Zeitaufwand und Fragen nach der Betreuung. Auch Hunde und Katzen werden leider viel zu oft impulsiv und unüberlegt von Menschen angeschafft, die nicht wissen was auf sie zukommt und die dann bald überfordert sind.
Hier nur ein paar Denkanstöße, die hoffentlich Anlass zum weiteren Nachfragen und Nachdenken geben:
- Junge Tiere sind goldig, kosten aber viel Zeit und Energie. Wer das nicht einplant, darf sich nicht über zerrissene Gardinen, zerkratze Möbel, zerbissene Gegenstände und Verhaltensstörungen beschweren.
- geschenkte Kätzchen bekommt man im Sommer leider überall. Daraus einen gesunden und fröhlichen Stubentiger zu machen, bekommt man nicht geschenkt: nur wer sich informiert weiß, daß notwendige Maßnahmen wie entflohen, entwurmen, impfen, chippen und kastrieren bis über 200,- Euro und viele Tierarztbesuche kosten. Sollte das Kitten krank sein, steigen Sorge und Rechnungen schnell in schwindelnde Höhen.
- in Mietwohnungen muss die Tierhaltung mit dem Vermieter schriftlich abgeklärt werden
- Hunde werden bis über 10 Jahre alt, Katzen auch viel älter und so lange haben Sie die Verantwortung
- Katzen verkümmern oft, wenn sie in reiner Wohnungshaltung einzeln gehalten werden. Viele Tierheime geben deshalb junge Katzen nicht mehr in Einzelhaltung ab.
- Temperamentvolle Rassen und Persönlichkeiten passen nicht in jeden Haushalt. Wer eher wenig Zeit und Platz hat, kann z.Bsp. keine Hüte- oder Jagdhund halten. Auch wenn Ihnen eine bestimmte Hunderasse noch so gut gefällt: passt deren Charakter nicht zu Ihren Lebensumständen, werden weder Hund noch Halter glücklich.
- Junghunde können unkontrollierbar und auch aggressiv werden, wenn man sich nicht täglich intensiv mit deren liebevoller Erziehung befasst und viel Zeit mit ihnen verbringt
- Die Urlaubsbetreuung des Tieres muss geklärt werden und bei Hundebesitzern müssen auch Tagesausflüge (Baden gehen, Skifahren, Familienausflüge .... ) die ohne Hund stattfinden sollen, entsprechend organisiert sein.
Wir begegnen im Tierschutz leider vermehrt Tierbesitzern, die sich unüberlegt Tiere angeschafft haben und dann überfordert sind. Die Tiere landen dann bald im Tierheim, werden weitergereicht, verwahrlosen oder werden im schlimmsten Fall ausgesetzt.
Sie haben sich eingehend informiert und sind sich sicher, daß Sie ein Tier anschaffen möchten?!
Da Penzberg kein eigenes Tierheim hat, vermitteln wir nur gelegentlich und ausnahmsweise Tiere (unsere Vermittlung)
Wenden Sie sich bitte an:
- unser Partner-Tierheim in Garmisch
- eines der anderen umliegenden Tierheime
- www.pfötchenhilfe-penzberg.de
- Kleinanzeigen in der lokalen Presse
- des weiteren gibt es im Internet viele Tierschutzorganisationen und Notfallvermittlungen, über die Sie ein Tier vermittelt bekommen können.
Bitte achten Sie hier auf Seriosität.
Im Interesse und zum bestmöglichen Schutz der Tiere geben Tierheime und Tierschutzvereine Tiere nur mit einem Abgabevertrag ab. Damit verpflichtet sich der Abnehmer u.a., gut für das Tier zu sorgen, es nicht weiterzugeben und das Tier, falls noch nicht geschehen, kastrieren zu lassen.
Durch Platzkontrollen vor und/oder nach der Abgabe wird überprüft, ob die Wohn- und Lebensumstände des (zukünftigen) Tierhalters für das betreffende Tier geeignet sind und die Selbstauskunft den Tatsachen entspricht.
Meistens wird für die Abgabe der Tiere auch eine Schutzgebühr erhoben, die zum einen dem Schutz der Tiere dient, zum anderen sicherstellt, daß auch dem nächsten Tier in Not wieder geholfen werden kann.
Diese Maßnahmen haben sich im Tierschutz bewährt um dem Tier ein bestmögliches neues Zuhause zu verschaffen und um zu verhindern, daß das Tier oder dessen Nachwuchs demnächst wieder zum Notfall wird.
- kaufen Sie Tiere möglichst nicht in Bau-/Gartenmärkten oder Zoohandlungen. Es gibt von fast allen Tieren mehr als genug Notfälle und ungewollten Nachwuchs, ohne daß sie auch noch für solche Märkte gezielt vermehrt werden müssen.
- Billigangebote gehen auf sehr grausame Weise auf Kosten der Tiere (Stichwort: günstiger Rasse-Welpe am Autobahnparkplatz, "Wühltisch-Welpen"). Sie werden unter unsäglichen Bedingungen im In- und Ausland (z.B. Polen, Belgien etc.) "produziert" und, ungeimpft, nicht sozialisiert, viel zu jung und oft totkrank vertrieben.
- seien Sie vorsichtig, wenn Tiere verschenkt werden. Kranke, schwache und ungepflegte Tiere/ Tierkinder verursachen oft ganz schnell ganz hohe Kosten und viel Kummer.
- Lassen Sie die Finger von "Züchtern", die Tiere nur des Profits wegen vermehren. Stellen Sie Fragen, begutachten Sie nach Möglichkeit die Tierhaltung und hören Sie dann auf Ihr "Bauchgefühl".
Im Internet finden Sie zu diesen Themen ausführliche Informationen.