"Thema des Monats"
Mai 2012
Stoppt qualvolle Tiertransporte
hier mehr >>>
"Vogelküken gefunden"

... was tun?
hier mehr >>>
Sie suchen noch ein Geschenk?
Vielleicht wäre das hier was - hier die Empfehlung einer Mitarbeiterin des Tierschutzvereines..
Die zweitbesten Tiergeschichten
!!! Wichtige Meldung !!!
Tierhilfe Bulgarien e.V. !
Wir unterstützen das Projekt Tierhilfe Bulgarien e.V.
Lesen Sie hier mehr >>>
Welpenhandel - Nein Danke !
Petition gegen den Hundebillighandel
Lesen Sie hier mehr >>>
Katzenschutzverordnung
Kampf dem Katzenelend
Lesen Sie hier mehr >>>
Wichtigste Notrufnummern
Hier finden Sie die richtigen Nummern >>>
Home / Rund ums Tier / Tier zugelaufen oder gefunden / Wildtier / Das Rehkitz
Sie haben ein Rehkitz gefunden?
Rehkitze sind fast nie verwaist und brauchen fast nie Hilfe! Sie können sicher sein: Die Rehmutter ist nicht weit und beobachtet aufmerksam die Szene, auch wenn Sie sie nicht sehen. Rehe sind Weltmeister der Tarnung und des Versteckens. Die Kitze werden im hohen Gras abgelegt, wo sie regungslos verharren und auf die Rückkehr der Mutter warten, die in der Umgebung äst. Da Rehkitze fast keinen Eigengeruch haben, sind sie so gut vor dem Fuchs versteckt.
In Lebensgefahr schweben Rehkitze allerdings, wenn die Wiese gemäht werden soll, denn sie flüchten nicht (die Landwirte sind daher verpflichtet, vor der Mahd die Jäger zu informieren. Diese suchen am Abend vor der Mahd die Wiese ab und bringen allerlei piepsendes, elektronisches Gerät an, stellen flatternde Müllsäcke auf oder klopfen hier und da einen Pflock in die Wiese, um einen alten Mantel mit Hut darüber zu hängen. Diese Störungen bewirken, dass die Rehmutter ihr Kitz über Nacht in eine ruhigere Umgebung verlegt und die Wiese verlässt).
Fassen Sie ein Rehkitz auf keinen Fall an und nehmen Sie es nicht mit. Falls Sie den Eindruck haben, ein Kitz sei in Not, oder liegt in einer Wiese, die gemäht werden soll, lassen Sie es trotzdem am Fundort. Rufen Sie bei der Polizeiinspektion Penzberg an (Tel: 08856/92570). Die Beamten dort werden den zuständigen Jäger verständigen. Dieser ist verantwortlich für die Hege des Wildes in seinem Revier und wird sich kümmern.
Im Gelben Blatt vom 29.Mai 2010 erschien dazu folgender Artikel von Hr. Walter Heußler (stellv. Vorsitzender des Bund Bayerischer Jagdaufseher in Penzberg):
Jäger bitten um Rücksichtnahme auf junge Wildtiere
Kitz und Küken schützen
Penzberg (la) - Ob junge Hasen, Rehkitze oder Vogelküken: In diesen Tagen "verwandeln sich Feld und Flur in eine regelrechte Kinderstube", betont der Penzberger Naturschutzwächter und Jäger Walter Heußler. Die Waidmänner bitten alle Naturfreunde und Wanderer um erhöhte Rücksichtnahme. "In keinem Fall", so Heußler, "sollten Spaziergänger die Jungtiere anfassen. Das schreckte die Mutter ab und macht das Kitz tatsächlich zu Waisen." Uralte Instinkte sicherten Hase und Reh das Überleben. Regungslos und nahezu geruchlos verharre der gut getarnte Nachwuchs im hohen Gras. "Nur zum Säugen erscheint die Mutter", betont Heußler. Die Tiere seien dabei keine "Rabeneltern", sondern dieses Verhalten biete einen "optimalen Schutz vor Fressfeinden wie dem Fuchs". Auch stöbernde Hunde können nach Ansicht des Experten zur Gefahr werden. "Hoch trächtige Rehe sind nicht mehr schnell genug, um erfolgreich vor den Hunden flüchten zu können", so Heußler. Auch Rehkitze, junge Hasen oder Vogelküken seien leichte Beute. "Alle Erholungssuchenden sollten sich deshalb in der Brut- und Setzzeit bis Ende Juni nur auf den ausgewiesenen Wegen aufhalten und Hunde, die nicht auf Zuruf oder Pfiff reagieren, anleinen", appelliert Heußler, auch wenn kein Leinenzwang bestehe. Risikoreich für den Nachwuchs sei auch die Frühjahrsmahd. Heußler: "Die Strategie des Duckens und Tarnens schützt zwar vor dem Fuchs, aber nicht vor dem Kreiselmäher.". Um die Verluste bei der Mahd zu minimieren, arbeiten Jäger eng mit Landwirten zusammen. Am Abend vor der Mahd platzieren die Waidmänner flatternde Müllsäcke und Blinklichter auf den Wiesen. Dadurch irritiert, zieht das Muttertier mit seinem Nachwuchs ab und überlässt dem Menschen das Feld.